Der Auftritt des Cornelius-Burgh Chors unter der Leitung von Reinhold Richter in der ausverkauften Pfarrkirche Sankt Lambertus begeisterte das Publikum.
Unterstützt vom Orchester Camerata Gladbach unter der Leitung von Konzertmeisterin Johanna Birnbaum, der Sängerinnen Jeanne Jansen, Sopran, Ulrike Kamps-Paulsen, Mezzosopran und Bettina Schaeffer, Alt, sowie Udo Witt an der Truhenorgel und weiterer Projektsängerinnen und -sänger wurden Lieder aus dem Barock dargeboten.
Im Mittelpunkt standen wegen des 700-jährigen Bestehens der Stadt Erkelenz auch ehemalige Komponisten der Stadt.
Eingeleitet wurde der Abend durch 3 Motetten des Erkelenzer Barock-Komponisten und Namengebers des Chores Cornelius Burgh. Im folgenden Magnifikat von Vivaldi konnten sowohl die Solistinnen als auch der Chor begeistern.
Uraufgeführt wurde das Werk des Erkelenzer Hans Buyel „Metanoia“, das aus den 1970er Jahren stammt. Reinhold Richter hatte die handschriftlichen Noten des Komponisten eigens für dieses Konzert aufgearbeitet. Das griechische Wort „Metanoia“ bedeutet so viel wie Sinneswandel, was der modernen Komposition auch anzuhören war, aber beim Publikum ankam. Die Rheinische Post schreibt dazu: „Die ungewöhnliche Komposition wirkt dramatisch und verlangt vom Zuhöreer große Aufmerksamkeit“. Eine Auflösung des „Sinneswandels“ erfolgt naturgemäß erst am Schluss des Werkes. Buyels Komposition, obwohl bereits in den 1970er Jahren komponiert, passt dennoch gut in unsere zerrissene Zeit. Das sehr anspruchsvolle Werk wurde von der Sopranistin Jeanne Jansen in allen Nuancen hervorragend interpretiert.
Den krönenden Abschluss bildete dann wieder eine Komposition des Barocks: Vivaldis Gloria, gekonnt von Chor, Orchester und Solistinnen intoniert.
Der lang anhaltende Beifall zeigte, dass den Besuchern dieser Abend sehr gut gefallen hatte.
Der Cornelius-Burgh-Chor bedankt sich an dieser Stelle herzlich für die Unterstützung der Projektsängerinnen und -sänger, die zum Erfolg beitrugen.
