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Bericht der RP vom 18.07.2017 zum Serenadenkonzert

Serenadenkonzert vor großer Kulisse

VON KURT LEHMKUHL
Der Innenhof der Erkelenzer Burg bot einen guten Rahmen für das Serenadenkonzert mit dem Cornelius-Burgh-Chor des Heimatvereins der Erkelenzer Lande und dem Collegium musicum der Volkshochschule.

Das Serenadenkonzert auf dem Erkelenzer Burghof erfreute das Publikum. Zu sehen ist das Collegium musicum unter der Leitung von Ernest Frissen. RP-FOTO: RUTH KLAPPROTH

ERKELENZ Den Höhepunkt hatten sich die Akteure des Serenadenkonzerts auf

dem Innenhof der Erkelenzer Burg bis zum Schluss aufgehoben: Gemeinsam

führten der Cornelius-Burgh-Chor und das Collegium musicum das „Land of

Hope and Glory“ von Edward Elgar auf, das zu einem unabdingbaren

Bestandteil des Abschlusskonzerts der berühmten Night of the Proms in

der Royal Albert Hall in London geworden ist. Hier wie dort war der

Beifall groß beim Publikum, und hier wie dort musste das Stück als

Zugabe noch ein zweites Mal intoniert werden. Leicht, locker, luftig,

heiter und beschwingt, so sollte das Serenadenkonzert werden.

Darauf war das Programm abgestimmt, das zunächst vom Collegium musicum

der Anton-Heinen-Volkshochschule unter der Leitung von Ernest Frissen

bestritten wurde. Von der Klassik zur populären zeitgenössischen Musik

und zurück zu Klassik führte das Orchester das Publikum. Eröffnet wurde

das Konzert mit der Ouvertüre aus „La clemenza di Tito“ von Wolfgang

Amadeus Mozart, von dem auch das Hornkonzert D-Dur stammt, bei dem Lotta

Menzel als Solistin auftrat. Auszüge aus „Der Herr der Ringe“ von Howard

Shore, aus „Der Stoff, aus dem die Helden sind“ von Bill Conti und aus

„Das Phantom der Oper“ von Andrew Lloyd Webber standen für die Moderne,

ehe es mit dem Finale aus der Tschechischen Suite von Antonin Dvorak

wieder klassisch wurde.

Das Publikum dankte dem Orchester mit viel Applaus, der nicht geringer

wurde, als der Cornelius-Burgh-Chor des Heimatvereins der Erkelenzer

Lande unter der Leitung von Reinhold Richter seinen Teil des

Gemeinschaftskonzerts absolvierte. Barock startete der Liederzyklus mit

dem „Herzlich tut mich erfreuen sehr“ vom Michael Praetorius, romantisch

ging es weiter mit dem Sommerlied von Max Bruch, bevor als Glanzpunkt

eine Interpretation der „Freude schöner Götterfunken“ von Ludwig van

Beethoven die Zuhörer in den Bann zog. Ihrem Wahlspruch „Freut euch und

singet“, einem Lied von Lorenz Maierhofer, wurden die Chormitglieder

deutlich gerecht, ehe sie eine witzige Einlage mit Mozarts „Kleiner

Nachtmusik“ vorstellten. Die Beatles-Songs „Yellow Submarine“, „When I‘m

Sixty-Four“ und „Yesterday“ waren kaum verklungen, da stimmte der Chor

Lieder an, mit denen die Comedian Harmonists Erfolge feierten. „Ich

wollt, ich wär’ ein Huhn“, und „Ich hab am Anzug viele Taschen“ von

Peter Kreuder sowie „Veronika, der Lenz ist da“ von Walter Jurmann

fanden Mitsinger im Publikum. Zum Schluss fehlte eigentlich nur noch das

Fähnchenschwenken, als „Land of Hope an Glory“ erklang an einem milden

Sommerabend.

 

 Bericht der RP vom 3.3.2017

2017-03-03-Foto RP Bericht Chorversammlung 2017 2 

 

 


Bericht der RP vom  30.11.2016

 

Musikalischer Genuss bei „Maria im Advent“

Der Cornelius-Burgh-Chor und das Blockflötenensemble St. Helena Rheindahlen gaben ein Adventskonzert.

VON KATRIN SCHELTER

sankt-pauli-bekehrung-loevenich

LÖVENICH Unter dem Titel „Maria im Advent“ hat der Cornelius-Burgh-Chor ein Konzert in der katholischen Pfarrkirche St. Pauli Bekehrung in Lövenich gegeben. Zusammen mit dem sechsköpfigen Blockflötenensemble St. Helena aus Rheindahlen, dass unter der Leitung von Andrea Richter steht, wurde den rund 150 Gästen ein wunderschönes Konzert in der Vorweihnachtszeit geboten.

Nach dem musikalischen „ersten Streich“, der „Intrada Quarta“ von Johann Christoph Demantius, folgte die offizielle Eröffnung und Begrüßung durch den Chorsprecher Robert Klein und Pfarrer Dr. Roland Scheulen. Der erste Teil des Adventskonzertes begeisterte das Publikum mit gesanglichen Leckerbissen begnadeter Barockkomponisten: „Dixit Maria“ von Hans Leo Hassler, „Übers Gebirg Maria geht“ von Johann Eccard, und Andreas Hammerschmidts „Machet die Tore weit“. In einem kurzen Intermezzo richtete Pfarrer Scheulen einige besinnliche Worte zum Thema Advent an die Anwesenden, außerdem war das Instrumentalstück „Sonata V“ in d-Moll von Joseph Bodin de Boismortier zu hören. Der zweite Block des Konzertes war verstärkt den Komponisten der Romantik gewidmet. Zu den präsentierten Liedern gehörten unter anderen „Der englische Gruß“ von Johannes Brahms, Heinrich Kaminskis „Maria durch ein Dornwald ging“ sowie „Kommt und lasst uns Christus ehren“ von Michael Praetorius. Im Schlussteil sangen und spielten Chor, Ensemble und die Gemeinde zusammen die Lieder „O Heiland, reiß die Himmel auf“, „Es kommt ein Schiff geladen“ und, nach einem Schlusswort und Segen von Pfarrer Scheulen, „Tochter Zion“.

Der Cornelius-Burgh-Chor des Heimatvereins der Erkelenzer Lande, bestehend aus mehr als 50 Mitgliedern aus Erkelenz und der Umgebung, überzeugte beim Adventskonzert wieder einmal auf ganzer Linie. Das ausgesprochen hohe gesangliche Niveau der Sänger und die prachtvolle Kulisse und Akustik der Lövenicher Kirche sorgten für eine feierliche Atmosphäre. Auch Dirigent Reinhold Richter, seit 2014 Leiter des Chores, war mit dem Konzertabend sehr zufrieden. „Der Chor hat ein sehr gutes Fundament und Stimmvolumen, und die gemeinsame Arbeit macht wirklich viel Spaß“, bestätigte er. Beachtlich sei vor allem die kurze Zeit, die der Chor gebraucht habe, um sich mit den immer mittwochs stattfindenden Proben auf das Adventskonzert vorzubereiten. „Das Programm war nicht einfach, da fast alle Stücke neu waren. In dem relativ kurzen Zeitraum von Ende September bis zum Konzertabend haben wir die Stücke ohne weitere Sonderproben eingeübt. Das ist schon eine sehr gute Leistung“, lobte Richter. Bernd Finken, seit rund drei Jahren Mitglied des Cornelius-Burgh-Chores, freute sich über die Arbeitsatmosphäre in diesen Proben: „Die Schulung, die man als Laie bekommt, empfinde ich als sehr professionell – hier mitsingen zu dürfen und gemeinsam solche Konzerte auf die Beine zu stellen, ist ein schönes Gefühl.“

Die gesammelten Spenden des Adventskonzertes kommen dem Chor, dem Blockflötenensemble und einem karitativen Kirchenprojekt in Sri Lanka zu Gute.


Bericht zum Adventkonzert in Lövenich aus der Aachener /Heinsberger Zeitung vom 2.12.2016

 

2016-12-02-aachener-zeitung-adventkonzert

 


 

Vor 1050 Jahren wurde Erkelenz erstmals urkundlich erwähnt. Die Stadt Erkelenz beging diesen Geburtstag mit einem feierlichen Akt. Die musikalische Seite gestaltet der Cornelius Burgh Chor unter seinem Leiter Reinhold Richter.

Dazu der folgende Artikel aus der Rheinischen Post.

 
 Rheinische Post vom 12.9.2016
 
 Gün­ther Mer­kens (r.), Vor­sit­zen­der des Hei­mat­ver­eins der Er­kel­en­zer Lan­de, über­reich­te den Bür­gern von Er­kel­enz und de­ren Bür­ger­meis­ter Pe­ter Jan­sen als Ju­bi­lä­ums­ge­schenk die erst­mals über­setz­te Baux-Chro­nik. RP-Fo­to: Jörg Knap­pe
Er­kel­enz vom Ge­mein­we­sen ge­prägt
Er­kel­enz fei­er­te am Sams­tag in der Stadt­hal­le, dass die Stadt vor 1050 Jah­ren erst­mals ur­kund­lich er­wähnt wur­de. Ein­ge­la­den war zu Vor­trä­gen über die frü­he Stadt­ge­schich­te, Chor­ge­sang und ge­sel­li­gem Bei­sam­men­sein.
VON AN­DRE­AS SPEEN
 
ER­KEL­ENZ Mit ei­ner Ur­kun­de von Kai­ser Ot­to I. er­blick­te Er­kel­enz das Licht der Ge­schich­te. Das war am 17. Ja­nu­ar 966. Jetzt, 1050 Jah­re spä­ter, hat­ten sich 500 Er­kel­en­zer für Sams­tag­abend an­ge­mel­det, um die­ses Ju­bi­lä­um – glei­cher­ma­ßen als Ge­burts­tags­gäs­te und Ge­burts­tags­kind – in der Stadt­hal­le zu wür­di­gen. Die Stadt und der Hei­mat­ver­ein der Er­kel­en­zer Lan­de hat­ten ei­nen Vor­trags­abend vor­be­rei­tet, der in ei­nen ge­sel­li­gen Teil mün­de­te – das pass­te gut zu­sam­men, stell­te Stadt­ar­chi­va­rin Dr. Ali­ce Ha­ber­sack an­hand von Ur­kun­den und his­to­ri­schen Be­le­gen doch fest, dass die Men­schen in Er­kel­enz be­reits im Mit­tel­al­ter ger­ne leb­ten, tran­ken und fei­er­ten.
He­xen­pro­zes­se in Er­kel­enz, die Stadt­wer­dung und die 1541 bis 1568 ver­fass­te Chro­nik von Ma­thi­as Baux wa­ren die The­men von Dr. Ali­ce Ha­ber­sack, Dr. Clau­dia Kau­ertz und Pro­fes­sor Dr. Hi­ram Küm­per. Vor­weg­neh­men konn­te je­doch Bür­ger­meis­ter Pe­ter Jan­sen ei­ne Es­senz al­ler drei Vor­trä­ge: „Wir kön­nen auf die Tra­di­ti­on und Ge­schich­te un­se­rer Stadt wie gleich­wohl auf de­ren Fort­schritt stolz sein. Früh ent­wi­ckel­te Er­kel­enz ein Ge­mein­we­sen, was Ur­kun­den und Do­ku­men­te im Stadt­ar­chiv be­le­gen, das po­si­tiv auf die Stadt­ent­wick­lung ein­ge­wirkt hat.“ Die­ses zu er­hal­ten und in der Zu­kunft ge­mein­sam fort­zu­ent­wi­ckeln, da­zu rief Pe­ter Jan­sen auf.
Zu ei­ner Zeit war Er­kel­enz gar nicht fort­schritt­lich. Im 16. und 17. Jahr­hun­dert galt nicht die Reichs­straf­pro­zess­ord­nung, son­dern noch ein in das Mit­tel­al­ter zu­rück­wei­sen­des Stadt­recht, wel­ches auf dem Ge­wohn­heits­recht ba­sier­te und nicht auf dem an­dern­orts gel­ten­den rö­mi­schen Recht. Er­ge­ben hat­te sich das durch die La­ge Er­kel­enz’ als Ex­kla­ve des Her­zog­tum Gel­derns, dort mehr­fa­che Herr­scher­wech­sel in kur­zer Zeit und die Be­an­spru­chung der Herr­schen­den durch zu füh­ren­de Krie­ge. „Aus heu­ti­ger Sicht wür­de ich sa­gen, dass Er­kel­enz da­durch sehr fort­schritt­lich war“, stell­te Dr. Clau­dia Kau­ertz in ih­rer Be­trach­tung über die He­xen­pro­zes­se in Er­kel­enz die Be­wer­tung ge­ra­de­zu auf den Kopf: „Die­se Rechts­si­tua­ti­on führ­te da­zu, dass es in Er­kel­enz im 16. und 17. Jahr­hun­dert nur sechs He­xen­pro­zes­se ge­ge­ben hat, und dar­un­ter auch nur ei­ne To­des­stra­fe ver­hängt wur­de, wäh­rend um Er­kel­enz her­um die Schei­ter­hau­fen brann­ten.“ Im Kur­k­öl­ni­schen sei­en in­ner­halb we­ni­ger Jah­re ge­schätz­te 1000 bis 4000 Per­so­nen hin­ge­rich­tet wor­den, und als in Eu­ro­pa die He­xen­ver­bren­nung im 17. Jahr­hun­dert den Hö­he­punkt er­reich­te, sei für Er­kel­enz kein Pro­zess mehr be­legt. Frau­en ge­gen­über der In­qui­si­ti­on zu de­nun­zie­ren, sei ein Leich­tes ge­we­sen: „Ei­nen He­xen­pro­zess als Pri­vat­kla­ge zu füh­ren, war un­at­trak­tiv.“
Er­kel­enz war im 14. und 15. Jahr­hun­dert ei­ne pro­spe­rie­ren­de Stadt. Be­le­ge da­für lie­fer­te Dr. Ali­ce Ha­ber­sack aus dem Stadt­ar­chiv. Als Ex­kla­ve wur­de Er­kel­enz für das Land von Gel­dern zu ei­nem stra­te­gisch wich­ti­gen Mi­li­tär­stütz­punkt, der es in den Ur­kun­den zwi­schen 1326, als Er­kel­enz noch Dorf ge­nannt wur­de, bis 1377 zur erst­ma­li­gen Nen­nung als Stadt ge­schafft hat­te. „Im 14. und 15. Jahr­hun­dert blüh­te Er­kel­enz durch Schutz und Pri­vi­le­gi­en auf“, fass­te die Stadt­ar­chi­va­rin zu­sam­men. Fär­ber und ein Pel­zer sie­del­ten sich an. Händ­ler für re­gio­na­le und be­son­de­re Wa­ren wa­ren in der Stadt zu fin­den. Stof­fe und Tü­cher wur­den im Ge­wand­haus ge­han­delt. Das Schul­we­sen ent­fal­te­te sich. Es bil­de­te sich ei­ne Mit­tel- und Ober­schicht. Aus 17 Bier­wir­ten wur­den in we­ni­gen Jah­ren 38 Bier­brau­er. Im Ort gab es ein Hos­pi­tal, vor den To­ren ein Le­pro­sen­haus. Und über al­lem wach­te ein Schöf­fen­ge­richt, das die To­des­stra­fe hät­te aus­spre­chen dür­fen, von dem aber Ha­ber­sack zu­fol­ge nur Stra­fen am Pran­ger und Ge­fäng­nis­stra­fen ur­kund­lich über­lie­fert sei­en. Op­tisch war die­se Ver­wand­lung von Er­kel­enz gut zu er­ken­nen: „Das Wachs­tum als Han­dels­ort ver­än­der­te das Stadt­bild durch den Bau ei­ner Stadt­mau­er mit vier Stadt­to­ren und der gel­dri­schen Lan­des­burg.“ 1550 sei die Stadt bei 1500 Ein­woh­nern 15 Hekt­ar groß ge­we­sen: „Er­kel­enz war da­mit im Gel­der­land zu ei­ner gro­ßen Mit­tel­stadt her­an­ge­wach­sen.“
Der zu die­ser Zeit in Er­kel­enz als Stadt­schrei­ber und teil­wei­se Bür­ger­meis­ter tä­ti­ge Ma­thi­as Baux be­stä­tigt die­se Aus­sa­gen. „Er gibt in sei­ner Chro­nik“, wel­che seit ver­gan­ge­ner Wo­che erst­mals voll­stän­dig über­setzt vor­liegt, „ei­nen Blick in ei­ne boo­men­de Stadt, die re­la­tiv reich war, die ei­nen star­ken Tuch­han­del hat­te und da­von pro­fi­tier­te, gut an ei­ner Tran­sit­kreu­zung zu lie­gen“, blick­te Pro­fes­sor Hi­ram Küm­per in die­ses für Er­kel­enz his­to­risch be­deu­ten­de Werk, das er als span­nend zu le­sen emp­fahl: „Span­nend ist, dass Baux aus sei­nem In­si­der­wis­sen be­rich­tet und von ei­ner Stadt er­zählt, in der das Mit­tel­al­ter en­det und die frü­he Neu­zeit lang­sam Ein­zug hält. Span­nend ist die Chro­nik auch als Sprach­denk­mal. Baux schreibt in ei­ner Re­gio­nal­spra­che, die kurz nach sei­ner Zeit in den Amts­stu­ben vom Hoch­deutsch ver­drängt wor­den ist.“
Die­se erst­mals über­setz­te Baux-Chro­nik war ei­nes von zwei Ge­schen­ken, wel­che der Hei­mat­ver­ein der Er­kel­en­zer Lan­de (in Zu­sam­men­ar­beit mit Hi­ram Küm­per von der Uni Mann­heim) der Stadt zu ih­rem Ju­bi­lä­um mach­te. Das zwei­te war der Cor­ne­li­us-Burgh-Chor des Hei­mat­ver­eins, der den Abend in der Stadt­hal­le mit Gäs­ten (An­drea Rich­ter, Block­flö­te; Hei­ke Jo­han­na Lind­ner, Vio­la da Gam­ba; Sta­nislaw Go­j­ny, The­or­be; Bernd Klei­nen, Or­gel) ge­stal­te­te und der da­für vom Pu­bli­kum mit ei­ni­gen Bra­vi be­dacht wur­de. His­to­risch pas­send hat­ten sich die Sän­ger un­ter Lei­tung von Rein­hold Rich­ter un­ter an­de­rem dem Er­kel­en­zer Cor­ne­li­us Burgh (ca. 1590-1638) zu­ge­wandt, der im Auf­trag der Bru­der­schaft „Un­se­rer Lie­ben Frau“ kom­po­niert hat­te.
 
Rheinische Post vom 12.09.2016 



 

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Im November 2015 wurde Verdis Requiem aufgeführt. Lange proben Monate lagen hinter uns. Es war ein unbeschreibliches Gefühl Teil dieses Klangkörpers zu sein. Drei Zeitungsberichte Rheinische Post, Geilenkirchener Zeitung und SL Rheindahlen (Stadt- und Landbote)  geben die Stimmung wieder.

 

Rheinische Post vom 18. November 2015
Erkelenz
Beeindruckende Klanggewalt

Reinhold Richter leitete das Gemeinschaftskonzert von Cornelius-Burgh-Chor, Kirchenchor St. Helena und Camerata Gladbach, unterstützt von erstklassigen Solisten, in der Erkelenzer Stadthalle. FOTO: Jürgen Laaser

Reinhold Richter leitete das Gemeinschaftskonzert von Cornelius-Burgh-Chor,
Kirchenchor St. Helena und Camerata Gladbach, unterstützt von erstklassigen
Solisten, in der Erkelenzer Stadthalle. FOTO: Jürgen Laaser

Erkelenz.
Meisterkonzert: Bedrückend aktuell wirkte Verdis „Messa da Requiem“ im Schatten der Anschläge von Paris. Camerata Gladbach, Cornelius-Burgh-Chor und Kirchenchor St. Helena begeisterten. Von Angela Wilms-Adrians
Der Cornelius-Burgh-Chor und der Kirchen- und Projektchor St. Helena traten schon mehrfach zu den Meisterkonzerten in der Erkelenzer Stadthalle auf. Doch nie zuvor wirkte eine Aufführung so aktuell wie die von Verdis „Messa da Requiem“ im Schatten der Terroranschläge von Paris.
Angst, Trauer, Wut, aber auch der Funke der Hoffnung liegen in Verdis bedeutendem Chorwerk. Unterstützt von Solisten und der Camerata Gladbach gaben der Cornelius-Burgh-Chor des Heimatvereins der Erkelenzer Lande sowie der Kirchen- und Projektchor St. Helena Mönchengladbach-Rheindahlen diesen Emotionen eine ausdrucksvolle Gestalt. Es war, als gäben sie unter Reinholt Richters Dirigat eine Antwort auf die Gemengelage der Gefühle nach dem Schock als Reaktion auf die schrecklichen Ereignisse in Paris.
Franz-Josef Dahlmanns, Leiter der gastgebenden Anton-Heinen-Volkshochschule, bat vor Beginn um eine Gedenkminute für die Opfer. Er mahnte an den französischen Werten Liberté, Égalité und Fraternité festzuhalten. Der Terror lasse den Atem stocken, alle Gefühle der Verzweiflung und Trauer, aber auch Hoffnung hätten Platz in Verdis Werk, betonte Chorsängerin Maria Czimek vom Chorprojekt Rheindahlen.
„Requiem aeternam dona eis, Domine“ – „Die ewige Ruhe schenke ihnen, o Herr“ – stimmten die beiden regional bedeutsamen Chöre zur großen Gemeinschaft vereint

an – sanft und ernsthaft im Ausdruck. Es war der Auftakt zu einer Interpretation, die die starken Kontraste und die dramatische Energie der Totenmesse in atemberaubender Dichte einfing. Mal schien der Chor erregt zu flüstern, dann wieder innig zu beten. Zum „Dies irae“ entflammten die Stimmen in steilen Crescendi zu grandioser, intensiv vibrierender Fülle. Das „Sanctus“ aber erhielt in fein abgestufter Dynamik eine Leichtigkeit mit dem Zauber eines lichten Hoffnungsstrahls.
Die Camerata Gladbach mit Konzertmeisterin Johanna Brinkmann meisterte souverän die ungeheure Farbigkeit des Werks. Sie überzeugte mit feinen, sanften Klangfarben und schuf in dramatischen Steigerungen eine pulsierende Wucht. Im konzertanten Wettstreit mit der großen Chorgemeinschaft entfachte das Orchester klanggewaltige Orkanstürme, die jeden Zuhörer mit sich zu reißen schienen und in der brodelnden Energie zutiefst packten.
Die Solisten Dara Hobbs, Renée Morloc, Ho-yoon Chung und Almas Svilpa rundeten die eindrucksvolle Aufführung mit beeindruckender Energie, Wärme und Wandlungsfähigkeit ab. Der Bass Almas Svilpa sei indisponiert, hatte das Publikum vor Beginn erfahren. Doch auch er meisterte souverän den geforderten Kraftakt. Zutiefst berührend gestaltete Tenor Chung in subtiler Ausgestaltung die Arie „Ingemisco“. Ebenso ließen die Sopranistin Hobbs und die Mezzosopranistin Morloc mit ihrer ungeheuren Intensität den Atem anhalten. „Immer quälender werden Angst und Furcht, aber zuletzt verspricht das „Requiem aeternam“ trostvolle Ruhe. Die abschließende Chorfuge verströmt Kraft und Zuversicht. Unumstößlich fest steht die Gewissheit der Erlösung“, hat Dirigent Richter ins Programmheft zum Werk geschrieben. Und so brachte er mit allen beteiligten Akteuren diese Musik zum Klingen. Die Zuhörer dankten mit endlosem Beifall.
Quelle: RP


Bericht SL Rheindahlen

2015-12-Stadt und Landbote Requiem


 

Bericht Geilenkirchener Zeitung vom 19.11.2016

Requiem-Verdi-Erkelenz klein